Der Chief Executive Officer von AMD, Dirk Meyer, gab bekannt, mit der Fertigung von CPU-Einheiten der neuen Generation Mitte 2010 beginnen zu wollen um im letzten Jahresviertel von 2010 genügend Prozessoren für den Weltmarkt zur Verfügung zu haben.

AMD läge damit mit der Entwicklung der neuen Prozessorengeneration, wie bisher auch, etwa sechs bis neun Monate hinter dem Hauptkonkurrenten Intel. Dieser plant den Produktionsbeginn noch Ende diesen Jahres zu starten. Mit diesem Hintergrund erscheint Dirk Meyers Ankündigung realistisch.

Eine grundlegende Änderung gegenüber vorangegangen Produktionszyklen gibt es jedoch:
AMD wird die Produktion der Prozessoren diesmal nicht selbst übernehmen, sondern an den neu gegründeten Zusammenschluss namens Foundry Co. auslagern. Foundry Co. entstand aus einer Zusammenarbeit des Prozessorentwicklers mit der Advanced Technology Investement Co., einer Firma, die von der Regierung Abu Dhabis ins Leben gerufen wurde. AMD selbst wird sich nur noch auf die Entwicklung der 32 Nanometer-Prozessoren konzentrieren.

Dieses vertikale Unternehmensnetzwerk soll allerdings noch viel mehr bringen als auf den ersten Blick erkennbar ist: AMD kann damit 1,1 Milliarden an negativem Eigenkapital an die Foundry Co. abschieben und erhält zusätzlich eine kräftige finanzielle Unterstützung von 800 Millionen Dollar vom neuen Geschäftspartner aus Abu Dhabi. Weiters wird sich die Advanced Technology Investment Co. an den Kosten der neuen Fertigungsanstalten beteiligen.

Dirk Meyer ist sich sicher, dass Foundry Co., an denen AMD einen Anteil von 34% besitzt, die hohen in sie gesteckten Erwartungen erfüllen wird und betont, dass Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSM) nach wie vor für die Produktion der Grafikchips verantwortlich sein wird.

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